Kéler: Klavierminiaturen

Klavier zu vier Händen 

  • Erinnerung an Bartfeld, op. 31
  • Komet Csárdás, op. 49
  • Werböczy Csárdás, op. 46
  • Tokayer Tropfen, op. 54
  • Sträußchen-Csárdás, op.40
  • Strahlen der Erinnerung, op. 50
  • Gruß an mein Vaterland, op. 56
  • Erinnerung an Hermannstadt, op. 123

Klavier Solo

  • Sempre crescendo, op. 119
  • Bartfelder Bade-Saison Walzer 1844
  • Mazzuchelli-Marsch, op. 22
  • Mazur Przemyślski, op. 97
  • Aelpler's Lust, op. 96
  • Conferenz Quadrille, op. 28
  • Auf Wiedersehen, op. 41

12,00 €

1 Erinnerung an Bartfeld, op. 31

2 Komet Csárdás, op. 49

3 Werböczy Csárdás, op. 46

4 Tokayer Tropfen, op. 54

5 Sträußchen-Csárdás, op.40

6 Strahlen der Erinnerung, op. 50

7 Gruß an mein Vaterland, op. 56

8 Erinnerung an Hermannstadt, op. 123

9 Sempre crescendo, op. 119

10 Bartfelder Bade-Saison Walzer 1844

11 Mazzuchelli-Marsch, op. 22

12 Mazur Przemyślski, op. 97

13 Aelpler's Lust, op. 96

14 Conferenz Quadrille, op. 28

15 Auf Wiedersehen, op. 41

Klavierduo Berešová-Brutovský

Lucia Berešová (1 - 8, 9, 11, 14)

Adam Brutovský (1 - 8, 10, 12, 13, 15)

Im Jahr 1858 begann Kéler die Reihe von acht Csardasen - Ungarische Tänze - zu komponieren. Die Version der Ungarischen Tänze für Klavier zu vier Händen stammt vom Autor selbst und wurde in zwei Bänden im Verlag Johann André - Offenbach am Main im Jahr 1877 veröffentlicht. Der erste Tanz Erinnerung an Bartfeld, op. 31 ist die meistgespielte thematische Einheit aus Kélers Schöpfung, dies allerdings im Ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms, in welchem Brahms 32 Takte aus diesem "Bartfelder Csárdás" von Béla Kéler zitiert. Der zweite Tanz Komet Csárdás, op. 49 widmete Kéler dem Schriftsteller Mór Jókai, der die führende Persönlichkeit des kulturellen und politischen Lebens im Ungarn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war. Die Erinnerungen an die Orte, an denen Kéler arbeitete, und vor allem an seine Heimat, hat Kéler in seinen eigenen Werken verarbeitet. Sie erscheinen im dritten Tanz Werböczy Csárdás, op. 46, im vierten Tokayer Tropfen, op. 54, im sechsten Strahlen der Erinnerung, op. 50 und im siebten Gruß an mein Vaterland, op. 56. Der fünfte Tanz Sträußchen-Csárdás, op.40 ist nach einem Jungen-Hut mit einem Strauß von winzigen Blüten genannt. Der achte Tanz Erinnerung an Hermannstadt, op. 123 ist Kélers Erinnerung an die Stadt Sibiu (der deutsche Name ist Hermannstadt) im heutigen Rumänien, wo er als Kapellmeister im 10. Infanterie-Regiments des Grafen Mazzuchelli diente. Galopp Sempre Crescendo, op. 119 ist der letzte von Kélers dreizehn Galopps. Er wurde im Verlag Bote & Bock in Berlin veröffentlicht. Kéler hat 76 Walzer erschaffen (49 ohne Opuszahl). Als junger Mann von 24 Jahren komponierte er den Walzer Bartfelder Bade-Saison Walzer 1844, dessen Handschrift erhalten geblieben ist. Nach einer Revision des Autors (1874) wurde die Komposition vom Verlag J. B. Cramer & Co. in London unter dem Namen "Romantisches Leben", op.101 veröffentlicht. Am 1. Juli 1861 vollendete Kéler in Pest den Mazzuchelli-Marsch, op. 22, der seinem Militärregiment gewidmet war. Der Marsch ist besser bekannt als "Apollo-Marsch" WAB 115 von Anton Bruckner, dem die Urheberschaft der Arbeit fälschlich zugeschrieben wurde. In Debrecen im Jahr 1858 komponierte Kéler die dem Grafen Mazzuchelli gewidmete Mazur Przemyślski, op. 97, zur Erinnerung an die polnische Stadt Przemyśl. Aelpler's Lust, op. 96 ist eine Serie von fünf steirischen Tänzen mit dort typischen Vorschlagnoten. Conferenz Quadrille, op. 28 wurde in Wien im Jahr 1853 erstellt. Die endgültige Form wurde dem Werk nach der Überarbeitung in Wiesbaden (1876) gegeben. In jedem der sechs Teile der Quadrille dominieren musikalische Motive verschiedener Regionen des damaligen Europa: Preußen, Österreich, Sardinien, Russland, England und Frankreich. Die Quadrille wurde vom Bote & Bock-Verlag in Berlin veröffentlicht, sowie auch die oben genannten Werke unter den Opuszahlen 22, 96 und 97. Die Polka Auf Wiedersehen, op. 41 wurde von Kéler im Mai 1855 in Pest vollendet. Die Klavierfassung des Autors wurde 1859 vom Verlag Rózsavölgyi in Pest veröffentlicht.

Lucia Berešová studierte Klavier am Konservatorium in Košice, danach an der Hochschule für Musische Künste in Bratislava, wo sie regelmäßig an Klaviermeisterkursen teilnahm. 2012 trat sie im Rahmen des internationalen Musikfestivals Forfest Czech Republic in Kroměříž auf, das folgende Jahr wurde sie Semifinalistin im internationalen Wettbewerbs Pianista 2013 in Prag. Im Jahre 2013 absolvierte sie einen Studienaufenthalt an der Musikakademie Krakau. In demselben Jahr führte sie im Museum für Musik in Bratislava sowie im Rahmen des "Musikalischen Frühlings" in Trnava die erneuerte Premiere der Jazz-Sonate von Karol Elbert auf. Als Pianistin im Klavierduo Berešová-Brutovský beteiligt sie sich regelmäßig an der Aufführung von Werken Béla Kélers sowie anderer in der Slowakei gebürtiger Komponisten.

Adam Brutovský ist ein Absolvent der Musikschule in Poprad und der Hochschule für Musische Künste in Bratislava. Bereits als Schüler der Musikschule war er mehrmals Preisträger heimischer und internationaler Klavierwettbewerbe (u. a. Mladý klavirista 2005, Festival I. Ballu 2007, etc.) und nahm an verschiedenen Musikveranstaltungen und Festivals teil (W. Pirchner Festival in Hall in Tirol). Des Weiteren absolvierte er mehrere internationale Klaviermeisterkurse (Prag, Wien). Im Jahre 2008 wurden ihm im Rahmen eines Wettbewerbsprogramms der mitteleuropäischen Stiftung und der Slovnaft AG ein Förderungsgeld und der Titel "Talent neuen Europas" verliehen. Als Student der Hochschule trat er am Hammerklavier-Festival in Bratislava auf (2011) und nahm an Klaviermeisterkursen in Bratislava sowie Eisenstadt teil. Im Jahr 2014 spielte er ein Klavier-Rezital im Rahmen des Poprader "Musikalischen Frühlings". Seit der Gründung des Klavierduos Berešová-Brutovský in 2014 ist er auch als Kammermusiker mit dem Fokus auf Werke slowakischer Komponisten tätig.